Der Digitale Luxemburgische Sprachatlas ist nun auch im Regionalsprache-Portal des Forschungszentrums Deutscher Sprachatlas (Marburg) im Internet verfügbar

Nach den Vorarbeiten Robert Bruchs wurde 1963 der Luxemburgische Sprachatlas als inzwischen vergriffenes Druckwerk von Ludwig Erich Schmitt herausgegeben. Der Atlas wurde 2003 von Prof. Dr. Claudine Moulin (Trier) in Kooperation mit den Universitäten Trier und Luxembourg (Prof. Dr. Peter Gilles) sowie dem Deutschen Sprachatlas (Prof. Dr. Jürgen Erich Schmidt, Marburg) mit Förderung des Fonds National de la Recherche in digitaler Form herausgegeben und mit Zusatzmaterialien ins Netz gestellt. Vor ein paar Wochen erfolgte ein weiterer Schritt mit der Einbindung in die Forschungs-Plattform regionalsprache.de des Marburger Forschungszentrums "Deutscher Sprachatlas". Der Digitale Luxemburgische Sprachatlas (LuxSA) ist nun auch über diese Plattform nun für alle Interessierten zugänglich.

Der LuxSA ist nicht nur für die luxemburgische Sprachwissenschaft von besonderem Wert. Durch die Einbindung in das o. g. Onlineportal können nun neue großräumig angelegte sprachgeographische Fragestellungen zu dialektalen Phänomenen des Moselfränkischen und Mitteldeutschen Raumes bearbeitet werden.

Die kartierten Daten des LuxSA befinden sich in einer zentralen Datenbank, die eine kompatible Darstellung und vergleichende Analyse für den Nutzer ermöglicht. Karten zu bestimmten Wörtern, wie etwa Dorf und Korb, können unabhängig von Größe, Zoomstufe oder Maßstab exakt übereinandergelegt und so miteinander verglichen werden. Auch können die luxemburgischen Wortkarten neben Karten anderer Sprachatlanten, z. B. aus dem Deutschen Sprachatlas oder dem Mittelrheinischen Sprachatlas, gelegt werden. Durch Georeferenzierung auf der Basis von Google Maps ist zudem die Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Sprach- und Naturräumen machbar. Des Weiteren erlaubt der digitale LuxSA Zugriffe auf Erhebungsbögen und Tonaufnahmen.

Kontakt:

Prof. Dr. Claudine Moulin
ed.reirt-inu@niluom

Trier Center for Digital Humanities

Open