Neue Geschäftsführerin am Trier Center for Digital Humanities (TCDH)

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Dr. Claudia Bamberg ist die neue Leiterin des Forschungsbereichs „Digitale Edition und digitale Lexikographie“ am TCDH / Kompetenzzentrum. Als Geschäftsführerin entwickelt sie gemeinsam mit Dr. Thomas Burch und in engem Austausch mit Forschungspartnern, Mitarbeitenden und Studierenden neue Ideen und Projekte.

Nach dem Studium der Germanistik und der Musikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt a.M. wurde Claudia Bamberg, gefördert durch ein Promotionsstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung, 2010 mit einer Arbeit über Hugo von Hofmannsthal („Hofmannsthal: Der Dichter und die Dinge“) promoviert. Während ihrer anschließenden Tätigkeit am Freien Deutschen Hochstift, Frankfurt a.M., und am Ludwig Boltzmann-Institut für Geschichte und Theorie der Biographie, Wien, brachte sie ihre Expertise in verschiedene Projekte zu Hofmanntshal ein. Ihre Begeisterung für die Digital Humanities entdeckte sie als Editorin und Projektkoordinatorin im kooperativen DFG-Projekt „Digitalisierung und elektronische Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels“: Die digitale Edition wurde von 2012 bis 2020 als Kooperation zwischen der Philipps-Universität Marburg, dem Trier Center for Digital Humanities und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek, Dresden, erarbeitet. Zudem kuratierte Claudia Bamberg verschiedene Ausstellungen im Freien Deutschen Hochstift und ist Mitglied im Frankfurter Netzwerk „Aktuelle Perspektiven der Romantikforschung“.

Von der Leichtigkeit der digitalen Geisteswissenschaften

Mit Claudia Bamberg hat das Kompetenzzentrum und damit die Universität Trier eine erfahrene Forscherin mit den Schwerpunkten Neuere Deutsche Literatur und Editionsphilologie gewonnen. Sie möchte zukünftig mit dem Team des TCDH die Digital Humanities und insbesondere den Forschungsbereich „Digitale Edition und Lexikographie“ um einige Schwerpunkte erweitern. Dazu soll die Trierer Expertise in diesem Bereich weiter gestärkt werden. Bei neuen Projektvorhaben stehen sowohl Übersetzungen als auch musikhistorische Schriften sowie Briefnetzwerke im Fokus; im Bereich der digitalen Lexikographie wird die Vernetzung von Wörterbüchern, die das TCDH schon lange erfolgreich erarbeitet, vorangetrieben. Für alle Felder bedarf es sowohl einer interdisziplinären als auch einer kollaborativen Arbeitsweise, wofür auch die inneruniversitäre Zusammenarbeit gestärkt werden soll.

Forschungsergebnisse vermitteln

Literatur- und kulturwissenschaftliche Forschungsthemen sollen begeistern und vor allem auch zeigen, dass digitale Methoden und Verfahren in den Geisteswissenschaften nicht nur mit Anstrengung, sondern auch mit Leichtigkeit verbunden sind und den Zugang zu komplexen Themen und Überlieferungszusammenhängen erleichtern können. Im besten Fall lernen Projektbeteiligte und später die breite Öffentlichkeit dabei auch außerhalb ihres Faches etwas Neues kennen. Denn fast jedes Thema wird spannend, wenn ein kreativer digitaler Zugang geschaffen wird: Digitale Editionen und Forschungsplattformen, aber auch Ausstellungen – analog und digital – bieten hierfür einen idealen Einstieg.

Angetrieben von der Frage „Wie sieht die Zukunft der DH, der Editionen und neuer Präsentationswege aus?“ und der Überlegung, welchen Beitrag das TCDH und das Team in der vielfältigen Bandbreite der digitalen Geisteswissenschaften leisten kann, entwickelt Claudia Bamberg gemeinsam mit dem Direktorium des TCDH, Prof. Dr. Claudine Moulin, Prof. Dr. Christof Schöch und Dr. Thomas Burch, die Idee des vernetzten und des nachhaltigen Forschens, das erst die Digital Humanities ermöglichen, weiter: „Digitalen Infrastrukturen gehört ebenso wie digitalen Textausgaben – seien es Quellensammlungen, Editionen oder Wörterbücher – die Zukunft“.