Projektbewilligung in der Förderinitiative „Innovative Lehre“

Projekt im Masterstudiengang Digital Humanities startet im Sommersemester 2015

Mit Unterstützung der Nikolaus Koch Stiftung hatte die Koordinationsstelle E-Learning Ende letzten Jahres erstmals die Förderinitiative „Innovative Lehre“ ausgeschrieben und einen inneruniversitären Wettbewerb um die besten Ideen zur nachhaltigen Integration technologiegestützter bzw. -integrierter Lehr- und Lernszenarien im Studium angeregt.

Das Konzept Lehren und Lernen im Virtuellen Museum – Digitale Geisteswissenschaften innovativ vermittelt des Trier Center for Digital Humanities wird als eines von vier Projekten durch diese Initiative gefördert und im kommenden Sommersemester in entsprechende Lehrveranstaltungen im Masterstudiengang Digital Humanities integriert. Der Studiengang wird vom Fach Computerlinguistik und Digital Humanities in Kooperation mit dem Trier Center for Digital Humanities und unter Beteiligung weiterer Fächer (Wirtschaftsinformatik, Germanistik, Anglistik, Phonetik, Kunstgeschichte) seit dem Wintersemester 2014/15 an der Universität Trier angeboten.

Im Projekt soll ein Online-Museum entwickelt werden, das Themen, Inhalte, Projekte und Werkzeuge der Digital Humanities erarbeitet und vermittelt. In virtuellen Themenräumen präsentieren interaktive Stationen Inhalte des Masterstudiengangs sowie zentrale Gegenstände und Debatten der Digitalen Geisteswissenschaften. Die Räume behandeln zunächst drei exemplarische Felder. Hierzu zählt die Digitale Lexikographie inklusive hierbei benutzter Werkzeuge und Methoden samt ihres Mehrwertes im Vergleich zu gedruckten Wörterbüchern. Weiterhin wird die Digitalisierung von Kulturgütern zum Zwecke der Erhaltung und Erforschung jenseits von Zeit und Raum vorgestellt sowie letztlich die kollaborative Erforschung von Gegenständen, die bis dato nicht entschlüsselt werden konnten (z.B. das Voynich-Manuskript oder der Diskos von Phaistos), porträtiert. Damit vermittelt das Portal Lerninhalte aus verschiedenen Modulen des Masterstudiengangs. Das baukastenartige Museumskonzept ermöglicht Ergänzungen und Fortführungen in nachfolgenden Semestern. Im Sinne moderner Wissenschaftsvermittlung werden die Themenräume durch eine Social Media-Station ergänzt, die weitere Informationsangebote zu den Digital Humanities bietet und einen interaktiven Austausch erlaubt.

Studierende des Masterstudiengangs Digital Humanities werden im Projekt eigenständig Inhalte für die Themenräume erarbeiten und auch an der Online-Bereitstellung aktiv beteiligt sein. Dabei lernen sie unter professioneller Anleitung unterschiedliche Präsentationsmedien für vielschichtige Themen kennen und werden für die Erschließung und Vermittlung komplizierter Sachverhalte sensibilisiert.

Besuchern des Virtuellen Museums wird ein offener Einstieg in die Themen und Lernangebote in Form von interaktiven Übungen geboten. Dabei richtet sich das Angebot nicht nur an die wissenschaftliche Fachwelt und die Studierenden des Masterstudiengangs, sondern auch an die breite Öffentlichkeit.